Kubiss.de Der Kultur- und Bildungsserver
für den Großraum Nürnberg
Kubiss-Info, Tastatur-Kurzbefehl: I Kontakt, Tastatur-Kurzbefehl: K Impressum, Tastatur-Kurzbefehl: M Zu den Favoriten hinzufügen
   

> Kubiss Podcasts > Liste der Lesenden >Sebastian Heider

Sebastian Heider

Podcasts

Portrait Nataša Dragnić, Foto: Mirko WaltermannIn diesem Jahr ist an Sebastian Heider der 1. Preis des Literaturpreises der Nürnberger Kulturläden verliehen worden, dies für seine Erzählung "Taumel". Sie ist in diesem Podcast zu hören. Die Laudatio sprach Günter Körner, Vizepräsident Pegnesischer Blumenorden

http://www.blumenorden.de
http://kultur-nord.org/litpreis.html#preistraeger24

*1982 in Fürth. Studium der Literaturwissenschaft und Linguistik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Erfolgreicher Abschluss mit einer Arbeit über das Zusammenspiel von Tabubruch und Zensur bei James Joyce und D.H. Lawrence. Lebt seitdem zwischen Zirndorf und Leinburg.

Wettbewerbsbeitrag von Sebastian Heider zu der Lesereihe on3 des Bayerischen Rundfunks von Sebastian Heider >

Seine Sicht über das Schreiben und die Sprache:

Schreiben ist das, was passiert, wenn man glaubt, einem Gedanken über den Weg gelaufen zu sein, den man unbedingt vor dem Vergessen bewahren müsse – nur, um dann festzustellen, dass die Ewigkeit, die man ihm wünscht, nicht viel mehr ist als der kurze Augenblick vor dem ungeduldigen Winken des nächsten Gedankens.

Sprache ist immer auch etwas lästiges, eigensinniges – eigentlich das völlig falsche Mittel, um Gedanken oder Gefühle so wiederzugeben, wie sie im eigenen Kopf entstehen. Aber gerade das macht ihren Reiz aus: Beim Schreiben nicht zu wissen, was am Ende auf dem Papier steht, weil die Sprache ihrem eigenen Willen folgt.

Laudatio gesprochen von Günter Körner

Nicht, gar nicht, ganz und gar nicht zweifelt der Autor dieses Textes an der Zustimmung seines Lesepublikums. Ha!

In schier unaufhörlichen Kaskaden lässt er Schachtelsätze fließen, die sich Stufe für Stufe der Aussage nähern, Nebensätze abzweigen, Attribute aufleuchten, bietet Absätze an zum Innehalten,  zum Rückbesinnen, aus  welcher Quelle denn der Fluss des Erzählens sprudelt, gibt Hilfestellung, und Anregungen: was könnte noch gewesen sein, tippt an und stellt anheim, der Leser möge sich, so er ähnliches erlebt haben sollte – ganz gewiss hat er ähnliches erlebt - seine Erinnerungen mit dieser Erzählung verbinden, in den Strom der Worte eintauchen und sich sanft berührt fühlen, wenn am Ende eines Satzes ein schüchterner Punkt kauert.

Dagegen schwirren, eingestreut in verschwenderischer Fülle , die Beistriche, die Kommas, wie Kümmelkörnchen in einem Feinkostgericht, die knackigen Dreingaben in der Komposition aus den Zutaten der angerichteten Delikatesse. Ein Taumel an Empfindungen!
Taumel?
Richtig! Der Text!
Lieber Sebastian,  Du hast eine Kordel hochgehoben.
Eine Kordel vor heiligem Grund. Eine Kordel, die hochzuheben, als eine Ungeheuerlichkeit definiert war.
Doch nun ist das bislang unberührbare Terrain frei, mit aller wünschenswerten Deutlichkeit freigesprochen, in der Tat – mit DeinenWorten.
Danke!

<< Zurück zur Übersicht

 

Zum Seitenanfang Seite drucken Link eintragen

Link eintragen

Sie können eine Einrichtung aus dem Kultur- oder Bildungsbereich nicht finden, oder einer unserer Links funktioniert nicht mehr? Melden Sie uns bitte diese Einrichtung

Förderer

Online Dienst Nordbayern

Partner

Nürnberg Online

Nürnberg Kultur

Newsletter

Sie möchten unseren Newsletter abonnieren?
Kein Problem! Einfach E-Mail eintragen

Gültiges HTML 4.01!