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Ruth Hallo

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Portrait Ruth Hallo

Foto: privat

Ruth Hallo liest in zwei Teilen aus ihrem Roman "Die Trostfrauen"; die Gespräche mit ihr führte Tobias Lindemann (Radio Z).

Biographie:

Ruth Hallo, 1957 in Tel-Aviv/Israel geboren, zog 1980 nach Nürnberg.  Zuerst arbeitete sie bei der Sparkasse Nürnberg und später für die israelitische Kultusgemeinde. Im Jahr 1994 begann sie ihr Studium der Sinologie, Theater – und Medienwissenschaften und Pädagogik an der Friederich-Alexander Universität Erlangen. Während und im Rahmen des Studiums verbrachte sie ein Jahr in der Volksrepublik China, wo sie Chinesisch an der Nanjinger Universität studierte.  Nach dem Studium promovierte sie im Fach Sinologie über das Thema: „Verschleppt, vergewaltigt, vergessen. Das Leben der chinesischen und taiwanesischen „Trostfrauen“ der japanischen Armee im Zweiten Weltkrieg und danach: Ein doppeltes Trauma.“ Im Juni 2012 erschien ihr Debütroman: „Die Trostfrauen“, der vom LangenMüller Verlag veröffentlicht wurde. Im November 2012 erhielt Ruth Hallo für diesen Roman den IHK Franken Literaturpreis.

Warum ich schreibe:

Eigentlich habe ich nie geplant ein Buch zu schreiben. Dass ich eins geschrieben habe, hat sich durch das Bedürfnis, die Geschichte der „Trostfrauen“ in der Öffentlichkeit publik zu machen, ergeben.  Mit meinem Roman möchte ich gegen das Vergessen und Verschweigen ankämpfen und den letzten noch überlebenden Opfern meine Stimme verleihen. Ein Roman über das Thema zu schreiben, erschien mir als die beste Möglichkeit die Geschichte dieser Frauen bekannt zu machen, sowie als eine Möglichkeit die Erinnerung an den Opfern lebendig zu halten.

Am Schreiben fasziniert mich die Möglichkeit, meine Gedanken, meine Erfahrungen und mein Wissen mit vielen Menschen zu teilen. Ich möchte die Geschichte, über die ich schreibe, am liebsten mit der ganzen Welt teilen. Das Schreiben beruhigt mich, es entführt mich in eine andere Welt, genau dort wo die Geschichte stattfindet. Während ich schreibe, läuft die Geschichte wie ein Film vor meinen Augen ab. Meine Figuren sind ein integraler Teil von mir, sie begleiten mich auf Schritt und Tritt und sind für mich unzertrennlich. 

Zum Roman "Die Trostfrauen" (Klappentext)

China, 1938: Die Familie der dreizehnjährigen Meian Ling lebt mehr schlecht als recht vom Reisanbau. Als zahlreichen Mädchen im Dorf gute Arbeitsstellen in der Stadt versprochen werden, zögern die Eltern nicht lange. Vielleicht können ihre Kinder der Armut entfliehen? Meian steigt in den Bus nach Shanghai und erkennt zu spät, dass sie betrogen wurde: Sie landet in einer »Trostfrauenstation«, einem Bordell der damaligen japanischen Armee. Jahrelang wird sie dort gequält, vergewaltigt, geschunden.

Meian teilt das Schicksal von hunderttausenden Frauen, die damals von den Japanern zur Prostitution gezwungen wurden. Mit achtzehn wagt sie die Flucht aus der Hölle. Sie überlebt, doch die Schatten der Vergangenheit lassen sie nie los. Als ihr Schicksal bekannt wird, leidet sie unter Demütigungen und Anfeindungen. Selbst die eigene Familie stellt sich gegen sie. Jahrzehnte später fasst sie den Mut, die japanische Regierung zu verklagen. Gemeinsam mit weiteren Schicksalsgenossinnen kämpft sie vor Gericht um eine Entschädigung. Werden die »Trostfrauen« endlich Gerechtigkeit erfahren?

Das Schicksal Meians ist fiktiv, basiert aber zum großen Teil auf Zeugenaussagen ehemaliger »Trostfrauen«. Während des asiatischpazifischen Krieges und der japanischen Invasion in China, zwischen 1937 und 1945, wurden hunderttausende Frauen von japanischen Soldaten verschleppt und missbraucht.

Buchcover Die TrostfrauenVeröffentlichungen:

  1. John Rabe und seine Rezeption in China – Shaker Verlag, 2002, ISBN 3-8322-0182-3
  2. 拉贝在中国 – (Die chinesische Übersetzung vom John Rabe und seine Rezeption in China) Jiangsu Education and Publishing House, 2008 ISBN 978-7-5343-8709-8
  3. Die Trostfrauen – LangenMüller Verlag, Juni 2012 ISBN 978-3-7844-3302-8, 19,99 EUR

Beiträge in:
John Rabe, Sein Leben – seine Zeit. Nanjing/China 1937 Seine Freunde, Seine Gegenspieler – Thomas Rabe (Herausgeber), April 2009

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