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Manfred Schreiner

Podcasts

Portrait Manfred Schreiner

Foto: privat

In dieser Ausgabe des Podcasts erinnern wir an den Schriftsteller und Ehrenbürger der Stadt Nürnberg Hermann Kesten. Madeleine Weishaupt hat sich mit Manfred Schreiner, 1. Vorsitzender der Hermann-Kesten-Gesellschaft, unterhalten. Im Jahr 2010 gründete er die Hermann-Kesten-Gesellschaft e. V., um an das Wirken und Werk des Nürnbergers zu erinnern.

Stefan Zweig nannte Hermann Kesten den „Schutzheiligen aller über die Welt Versprengten“, denn mit seinem Engagement verhalf der Schriftsteller etlichen Künstlerinnen und Autoren zur Flucht vor der Verfolgung durch das NS-Regime. Er selbst floh 1933 nach Frankreich, 1940 emigrierte er nach New York, von wo aus er sein Engagement tätigte. In den 1920iger Jahren waren Hermann Kestens Werke sehr bekannt, wurden teilweise auch übersetzt, heute sagt der Name kaum noch jemandem etwas; man kann sagen - bedauerlicherweise - er und seine Werke geraten in Vergessenheit.

Portrait Hermann Kesten

Foto: Hermann-Kesten-
Gesellschaft e. V.

Hermann Kesten ist am 28. Januar 1900 im heutigen Pidvolochysk/Ukraine geboren, seine Eltern zogen mit der Familie 1904 nach Nürnberg. Besuch der Bismarkschule (Grundschule) und des Melanchthon-Gymnasiums, Studium der Jurisprudenz und Nationalökonomie an den Universitäten Erlangen und Frankfurt a.M., dann Germanistik, Geschichte und Philosophie; er bricht sein Studium und die Dissertation über Heinrich Mann ab. In den Jahren nach 1926 erste Veröffentlichungen, u. a. der Debütroman "Joseph sucht die Freiheit". Sein literarisches Werk umfasst Romane, Erzählungen, Novellen, Theaterstücke und Essays; er zeichnet auch als Herausgeber zahlreicher Bücher und Zeitschriften; in den Jahren 1972/76 war er Präsident des P.E.N.-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland.

1933 Flucht nach Frankreich, er arbeitet als Lektor für die deutsche Abteilung des holländischen Exilverlags Allert de Lange; lebt in Paris, Sanary-sur-Mer (nahe Toulon), Nizza, Ostende, Brüssel und Amsterdam - emigriert 1940 nach New York, kann jedoch in dieser neuen Heimat nie richtig Fuss fassen, erhält 1949 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. 1953 übersiedelt er nach Rom, 1977 nach Basel, wo er 1996 stirbt.

Buchcover Hermann Kesten: Josef sucht die Freiheit Auszeichungen

  • 1954 Kulturpreis und 1980 Ehrenbürgerschaft der Stadt Nürnberg
  • 1974 Georg-Büchner-Preis und 1977 Nelly-Sachs-Preis (Kulturpreis der Stadt Darmstadt)
  • Hermann Kesten selbst stiftete 1995 die erste Preissumme für den im Zwei-Jahresrhythmus verliehenen Internationalen Menschenrechtspreis der Stadt Nürnberg

Weitere Informationen sind Online zu finden unter "Hermann Kesten: Stationen / www.kesten.de "

Technische Bearbeitung des Interviews: Tobias Lindemann / Redakteur bei Radio Z

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